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Vergleich | Januar 2026

E-Scooter vs. Fahrrad: Der ehrliche Vergleich

Elektrisch und bequem oder klassisch und gesund? Als jemand, der beides seit Monaten parallel faehrt, erklaere ich, wann welches Fahrzeug die bessere Wahl ist.

Aktualisiert: 30. Januar 2026

Kurze Antwort: Das Fahrrad gewinnt bei Fitness, Umweltfreundlichkeit und laengeren Strecken. Der E-Scooter ist ueberlegen, wenn du mit Bus und Bahn pendelst, wenig Platz hast oder nicht verschwitzt ankommen willst. Fuer kurze Strecken unter 5 km in der Stadt nimmt sich beides nicht viel. Erst bei Regen und Kaelte trennt sich die Spreu vom Weizen: Beides macht dann wenig Spass.

Welches Fahrzeug ist umweltfreundlicher?

Umwelt Fahrrad gewinnt

Null Emissionen, keine Akkuproduktion, kein Stromverbrauch. Das Fahrrad ist das klimafreundlichste Fortbewegungsmittel. Der E-Scooter braucht Strom und hat einen Lithium-Ionen-Akku mit begrenzter Lebensdauer.

Fitness Fahrrad gewinnt

Radfahren verbrennt 400-600 kcal pro Stunde, staerkt das Herz-Kreislauf-System und baut Stress ab. Auf dem E-Scooter stehst du passiv. Die Verbraucherzentrale empfiehlt das Rad fuer die taegliche Bewegung.

Transport E-Scooter gewinnt

Klappbar, 12-15 kg leicht, passt in jede U-Bahn. Das Fahrrad braucht Keller, Stellplatz oder Fahrradstaender. In meiner Wohnung waere fuer ein Rad kein Platz, der Scooter steht im Flur.

Sicherheit Fahrrad gewinnt

Groessere Raeder, tieferer Schwerpunkt und Sitzposition machen das Fahrrad stabiler. Das KBA verzeichnet mehr Scooter-Unfaelle pro gefahrenem Kilometer. Schlagloecher sind auf kleinen Raedern ein echtes Risiko.

OEPNV-Kombi E-Scooter gewinnt

Scooter zusammenklappen, in die Bahn, am Ziel aufklappen und losfahren. Mit dem Fahrrad darf man in der Rushhour oft gar nicht in den Zug. Multimodal pendeln geht nur mit dem Scooter richtig gut.

Kosten Unentschieden

Scooter ab 300 Euro plus 40 Euro Versicherung pro Jahr. Fahrrad ab 200 Euro, keine Versicherungspflicht. Wartung beim Rad ist teurer (Kette, Reifen, Bremsen), dafuer braucht es keinen Strom.

Wann sollte ich den E-Scooter nehmen und wann das Fahrrad?

E-Scooter ist besser bei...

  • Letzte Meile und OEPNV-Kombination
  • Wenig Stauraum in der Wohnung
  • Nicht verschwitzt ankommen wollen
  • Spontane, kurze Strecken in der City
  • Multimodale Pendler mit Umstieg
  • Reisen mit dem Kofferraum

Fahrrad ist besser bei...

  • Laengere Strecken ueber 10 km
  • Fitness und koerperliche Betaetigung
  • Transport von Einkauf und Gepaeck
  • Schlechte Strassenverhaeltnisse
  • Umweltbewusste Fortbewegung
  • Sport und Ausfluege am Wochenende

Mein Alltag mit beiden Fahrzeugen

Im Sommer fahre ich dreimal die Woche Fahrrad zur Arbeit, 8 km Strecke. Da komme ich fit und wach an. Im Winter und bei Regen nehme ich den E-Scooter zur S-Bahn: 2 km klappen, einsteigen, 3 km weiter zum Buero. Der Scooter steht unter dem Schreibtisch. Das Rad bleibt bei Schmuddelwetter im Keller. Beide haben ihren Platz, keins ersetzt das andere komplett.

Umwelt-Fazit

Wenn es um Klimaschutz geht, ist das Fahrrad unschlagbar. Der E-Scooter macht oekologisch dann Sinn, wenn er Autofahrten ersetzt. Wer mit dem Scooter statt dem Auto zur Arbeit faehrt, spart laut ADAC rund 2 kg CO2 pro Tag. Wer stattdessen das Rad nimmt, spart noch mehr. Die ehrliche Rechnung: Der E-Scooter ist besser als das Auto, aber schlechter als das Fahrrad.

Fazit: E-Scooter oder Fahrrad?

Das Fahrrad bleibt der Allrounder. Aber der E-Scooter hat eine klare Nische: multimodales Pendeln, letzte Meile und Platzsparen. Wer sich entscheiden muss und taeglich OEPNV nutzt, ist mit dem E-Scooter flexibler. Fuer alles andere gewinnt das Fahrrad. Mehr dazu im E-Scooter vs. E-Bike Vergleich.

Haeufige Fragen: E-Scooter vs. Fahrrad

Was ist schneller in der Stadt: E-Scooter oder Fahrrad?

Annaehernd gleich. Der E-Scooter ist auf 20 km/h begrenzt, ein durchschnittlicher Radfahrer faehrt 15-25 km/h. An Ampeln beschleunigt der Scooter schneller, auf laengeren Strecken kann ein sportlicher Radfahrer ueberholen.

Was ist sicherer im Strassenverkehr?

Das Fahrrad. Groessere Raeder, natuerliche Sitzposition und bessere Reaktion bei Hindernissen. Die kleinen Scooter-Raeder blockieren an Bordsteinkanten schneller. Das KBA zaehlt mehr Scooter-Unfaelle pro Kilometer.

Brauche ich fuer den E-Scooter eine Versicherung?

Ja, Haftpflichtversicherung ist gesetzliche Pflicht. Kostet 27-40 Euro pro Jahr fuer das Kennzeichen. Das Fahrrad braucht keine Pflichtversicherung, eine Diebstahlversicherung ist bei teuren Raedern aber sinnvoll.

Welches Fahrzeug ist besser fuer die Umwelt?

Das Fahrrad, eindeutig. Null Emissionen, kein Akku, kein Stromverbrauch. Der E-Scooter ist nur dann oekologisch sinnvoll, wenn er Autofahrten ersetzt, nicht Fuss- oder Radwege.

Darf ich den E-Scooter in der U-Bahn mitnehmen?

In den meisten Staedten ja, solange der Scooter zusammengeklappt ist. Die Regelungen variieren je nach Verkehrsverbund. In Berlin, Muenchen und Hamburg ist die Mitnahme erlaubt. Beim Fahrrad gelten oft Sperrzeiten.

Wie viel Wartung braucht ein E-Scooter im Vergleich zum Fahrrad?

Weniger. Beim E-Scooter pruefst du Reifendruck und Bremsen, das war es. Beim Fahrrad kommen Kette oelen, Schaltung einstellen, Bremsbelaege wechseln dazu. Ein jaehrlicher Rad-Service kostet 60-100 Euro.

Wie gut funkt der E-Scooter bei Regen?

Die meisten Scooter sind IP54-zertifiziert und halten Spritzwasser aus. Aber nasse Bordsteine und Tramschienen werden rutschig. Ich fahre bei leichtem Regen noch, bei Starkregen nicht. Das Fahrrad ist bei Naesse stabiler dank groesserer Raeder. Mehr Tipps im Kaelte-Ratgeber.

Ab welchem Alter darf man E-Scooter fahren?

Ab 14 Jahren laut eKFV. Fuers Fahrrad gibt es kein gesetzliches Mindestalter. Kinder unter 10 duerfen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren. Der E-Scooter ist auf dem Gehweg grundsaetzlich verboten. Mehr zum Thema unter Wo darf ich fahren?

Quellen: ADAC Vergleich Mikromobilitaet 2025 | KBA Unfallstatistik 2024 | Verbraucherzentrale Ratgeber | Stiftung Warentest E-Scooter-Test | eKFV

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