Elektroroller Gesetze: Aktuelle Vorschriften und Voraussetzungen zur Kfz-Anmeldung

Wer sich einen Elektroscooter zulegt, sollte sich über die Regeln, Gesetze und Vorschriften genau informieren und ständig „Up To Date“ sein.

Mittlerweile gibt es so viele Modelle auf dem Markt, dass man beim Kauf auf eine ausreichende Zertifizierung achten sollte. Für viele Leute die sich einen E-Scooter gekauft haben, ist trotzdem unklar, ob sie mit dem Gerät auch auf der Straße, dem Rad- oder Gehweg fahren dürfen.

Nun gibt die neue Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge (eKFV) etwas Licht ins Dunkle und somit kann sich der Besitzer eines Elektrorollers auch auf mehr Rechtssicherheit verlassen.

Ob und wie weit ein E-Scooter als Elektrokleinstfahrzeug eingestuft werden kann, hängt von einigen wichtigen Faktoren und Kriterien ab!

In diesem Beitrag möchten wir Dir die wichtigsten Elemente der neuen Gesetzeslage vorstellen und auf was Du beim Kauf sowie bei der Anmeldung des Elektrorollers achten solltest.

Elektroscooter Gesetze im Überblick: Wer darf fahren und wer nicht?

Generell gilt, dass wenn Elektrokleinstfahrzeuge eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 12 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten, als „frei“ gelten. Das bedeutet, sie dürfen auch in Fußgängerzonen und auf Gehwegen gefahren werden.

Allerdings gibt es enorm viele Elektroscooter-Modelle die deutlich schneller fahren und über zu viel Leistungspotential verfügen um hier eingestuft zu werden.

Die Elektroroller, welche eine höhere Geschwindigkeit erreichen können, waren bisher auf öffentlichen Straßen, dem Geh- und Radweg verboten, außer sie hatten ein entsprechendes Zertifikat welches die Verkehrssicherheit bestätigen konnte. Solche Modelle waren in der Regel deutlich teurer!

Seit dem neuen Elektroscooter Gesetz 2019 hat sich die Lage nun etwas geändert. Jetzt können auch andere E-Scooter zugelassen werden, welche kein Zertifikat besitzen, sondern ein paar wichtige Anforderungen und Qualitätskriterien erfüllen.

Nun benötigen die Elektroroller nur noch einen Aufkleber von der Haftpflichtversicherung. Für größere Mofas oder elektrische Scooter brauchst Du jedoch immer noch ein Verkehrskennzeichen und ein COC-Zertifikat.

Welche Anforderungen muss ein kleiner Elektroscooter für eine Versicherungsplakette erfüllen?

Prinzipiell kann man sagen, dass seit der neuen Gesetzeslage 2019 eine neue Gruppierung für Elektroscooter eröffnet wurde. Diese werden nun vom Gesetz ähnlich wie Fahrräder behandelt. Das bedeutet, sie dürfen auch auf Radwegen und der Straße gefahren werden.

Wir erläutern Dir nun kurz und knapp, welche Anforderungen der Elektroroller erfüllen muss um zu dieser Gruppe zu gehören.

Um sich von den ganz großen Modellen klar abzugrenzen, gibt es bestimmte Maße die auf jeden Fall eingehalten werden müssen. Der E-Scooter darf zum Beispiel maximal 70 cm breit sein und eine Höhe von 140 cm nicht überschreiten. Außerdem darf das Gewicht bei maximal 55 kg liegen. Besonders beim Gewicht werden schon viele größere Modelle aussortiert. Viele Tretroller wiegen aber oftmals zwischen 10 und 30 kg.

Zusätzlich darf die Dauerleistung 500 Watt nicht überschreiten, unter der Voraussetzung, dass 60% der Leistung zum Ausbalancieren genutzt wird, kann diese auch bei circa 1400 Watt liegen.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung beläuft sich auf 20 Kilometer pro Stunde, fährt der Elektroroller schneller, gilt er schon als „großer E-Scooter“ und benötigt ein richtiges Verkehrszeichen und ein entsprechendes Zertifikat.

Was das Design betrifft, gelten auch einige Anforderungen die der E-Scooter erfüllen muss. Er sollte natürlich über eine Lenkstange verfügen und eine umfangreiche Beleuchtungsanlage, dazu gehören zum Beispiel ein Front- und Hecklicht. Zusätzlich sollte es auch ein paar Bremsleuchten geben um anderen zu signalisieren wenn gebremst wird.

Um sich im Verkehr bemerkbar machen zu können, benötigt der Elektroroller außerdem eine laute Glocke.

Insgesamt betrachtet gibt es also eine ganze Menge Qualitäten die ein Elektroscooter besitzen muss um ein ECC Kennzeichen bei der Versicherung beantragen zu dürfen.

Es gibt allerdings noch ein paar weitere allgemeine Anforderungen die erfüllt werden müssen, wenn man mit einem Elektroscooter fahren möchte.

Wie bereits erwähnt, fallen die meisten Elektro-Scooter in den Bereich der Radwegbenutzungspflicht. Das bedeutet, die E-Roller dürfen nur auf dem Radweg und der Straße fahren. Du kannst mit dem Scooter jedoch nicht innerhalb einer Fußgängerzone fahren, denn das dürfen Fahrräder auch nicht. Außerdem ist das Befahren des Gehwegs oder der Fußgängerzone nur für elektrisch mobile Geräte die bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von etwa 6 km/h fahren können erlaubt.

Der Versicherungsaufkleber oder die Plakette dafür, muss besonders witterungsbeständig sein.

An sich muss der Elektroscooter außerdem eine Fahrzeugidentifizierungsnummer besitzen und mit einem Fabrikschild gekennzeichnet worden sein.

Du solltest außerdem den Nachweis für die Haftpflichtversicherung immer bei Dir tragen!

Haftpflichtversicherung für Elektroscooter

Die gesetzliche Regelung sieht ganz klar vor, dass ein Elektroscooter ohne eine Haftpflichtversicherung am Straßenverkehr nicht teilnehmen darf. Ein Verstoß dagegen wird mit einer teuren Geldbuße geahndet.

Du musst also für den Roller eine Kfz-Haftpflichversicherung abschließen. Die Vorraussetzung dafür ist eine allgemeine Betriebserlaubnis oder eine Straßenzulassung in der Form eines Zertifikats.

Für die Einführung der neuen Gruppierung im Bereich der Elektroscooter und dem Kennzeichen dafür, gilt ein entsprechendes Schriftmuster und es müssen alle Vorgaben dafür erfüllt werden, das gilt auch für die Abmessungen des Kennzeichens.

Du musst die Versicherung deines Elektrorollers jährlich erneuern und dir somit regelmäßig eine Versicherungsbestätigung holen.

Hierbei belaufen sich die Kosten zwischen 30 und 60 Euro pro Jahr!

Fazit zu Elektroscooter Gesetze

Beim Kauf und der Anmeldung eines Elektrorollers musst Du einige wichtige Dinge beachten. Viele Leute vergessen schon bevor sie sich einen E-Scooter zulegen, ob das Modell die Anforderungen an die Straßenzulassung erfüllt und ob sich ein Kauf für sie dann überhaupt noch lohnt.

Daher empfehlen wir Dir, die Anforderungen an den Elektroroller genau zu studieren und beim Kauf im Hinterkopf zu behalten, damit das Modell welches Du Dir kaufst, an die Elektroscooter Gesetze angepasst ist und eine Straßenzulassung besitzt!

Ein Gedanke zu „Elektroroller Gesetze: Aktuelle Vorschriften und Voraussetzungen zur Kfz-Anmeldung

  • Januar 10, 2020 um 8:28 am
    Permalink

    Ich würde mir gerne einen Elektroscooter kaufen und bin dazu auf der Suche nach Tipps. Gut zu wissen, dass die meisten E-Scooter zwar bis 12 km/h auch auf Gehwegen fahren darf. Ich denke, mir reicht ein kleiner E-Scooter bis 20 km/h völlig aus, dann spar ich mir auch gleich das Verkehrszeichen samt Zertifikat. Fehlt nur noch die passende Haftpflichtversicherung.

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